Choose your own adventure: Probleme (Teil 10)

(Teil 9)

Endlich fällt dir ein, was du dir wünschen kannst: „Ruhm! Ich will berühmt werden. Wenn ich ein Star wäre, könnte ich alles haben, was ich will.“ Du schaust den Teufel erwartungsvoll an, und er zuckt mit den Schultern. „Klar. Wenn es das ist, was du dir wünschst?“ Er klingt beinahe enttäuscht. Hat er etwas anderes erwartet, oder ist dir tatsächlich ein Wunsch eingefallen, aus dem er dir keinen Strick drehen kann? Du überlegst kurz, ob sein Gesichtsausdruck etwas bedeutet, aber er wechselt schon das Thema: „Können wir dann jetzt endlich weitermachen?“ Ohne auf eine Antwort zu warten, geht er los.

Du nickst und folgst ihm. Vermutlich ist es wirklich das beste, das Ganze schnell hinter dich zu bringen.

Ein paar Stunden später seid ihr kreuz und quer durch die ganze Stadt gehetzt. Du bist verschwitzt und außer Atem, aber der Teufel strahlt geradezu vor Zufriedenheit. Er zieht eine Liste hervor und studiert sie.

„Ja, ja, und nochmal ja“, murmelt er und setzt Häkchen darauf. „Sieht so aus, als hätten wir alle. Na, dann mal auf nach Hause!“ Er packt dich, und dieses Mal ist es die Straße, die verschwindet. Stattdessen taucht ein Büro um euch herum auf – oder taucht ihr in dem Büro auf? Es sieht ziemlich chaotisch aus, und außerdem ist es voll, denn überall stehen und sitzen all die Leute, die ihr heute eingesammelt habt.

„So“, beginnt der Teufel und schaut einen nach dem anderen an. „Da wärt ihr also alle. Jetzt rufe ich euch einzeln auf und lege eure Akten wieder korrekt ab. Aalers, Albert?“

Ein kleiner, verschwitzter Mann mit Halbglatze, um die es sanft schimmert, zuckt zusammen. „Muss ich?“, fragt er, „im Himmel war es so schön…“

Doch der Teufel packt ihn mitleidlos und steckt ihn in eine Aktenmappe. Dann schiebt er sie in einen Schrank, auf dem „Erde“ steht. „Der ist wieder zu Hause. Der nächste… Beelzebub?“ Das Hündchen tritt vor und kläfft missmutig. Der Teufel packt es im Nacken, stopft es in eine zweit Aktenmappe und schiebt es in den Schrank namens „Hölle“. So geht es weiter, unter Jammern und Klagen, aber auch Erleichterung, bis schließlich auch dein Name fällt.

„Wird das wehtun?“, fragst du noch, da hat der Teufel dich schon in eine Aktenmappe gesteckt und in einem Schrank verstaut. Du hörst noch die Schublade zuknallen, dann wachst du in deinem eigenen Büro auf. Dein Kopf liegt auf deinen verschränkten Armen, und dein Nacken ist furchtbar steif. Du stehst auf und streckst dich. Bist du am Schreibtisch eingeschlafen und hast all das nur geträumt? Aber… da liegt dein Hut. Warum solltest du mit einem Indiana-Jones-Hut ins Büro gehen?

Du gehst erst einmal auf die Toilette und wäschst dir das Gesicht mit kalten Wasser. Dann betrachtest du dich ausgiebig im Spiegel. Von den Hörnern ist nichts zu sehen. Nur geträumt also? Oder alles wieder in Ordnung gebracht? Dann erinnerst du dich an deinen Wunsch. Wenn du demnächst berühmt wirst, muss es wohl wahr gewesen sein, beschließt du, und wenn alles nur ein Traum war, dann ist das vielleicht wirklich das beste.

Und dein Chef? Hatte der tatsächlich einen Unfall? Das musst du unbedingt herausfinden. Du läufst hinunter auf die Straße. An welcher Ecke ist es passiert? Doch du musst nicht lang suchen, denn kaum dass du aus dem Gebäude trittst, begrüßt dich schon der Anblick des zerstörten Taxis, neben dem noch immer der verletzte Taxifahrer liegt. Verdammt. Das war eine von den Einzelheiten, die du gern ins Reich der Träume verwiesen hättest.

Warum ist eigentlich noch kein Krankenwagen da? Wie viel Zeit ist seitdem vergangen? Du läufst auf den Unfallort zu. Jemand muss sich doch um die Verletzten kümmern.

Als du näherkommst, siehst du zwei Gestalten, die direkt an der Unfallstelle stehen und sich über irgendetwas streiten; dann geht die eine weg, und die andere folgt ihr. Komisch, du hättest schwören können, dass sie Hörner hatte.

Egal, jetzt geht es erst einmal um die Unfallopfer. Du weißt noch, dass du Erste Hilfe leisten wolltest, aber der Teufel hat dich davon abgehalten. Das solltest du unbedingt nachholen. Und dein Chef steckt auch immer noch im Auto fest. Du läufst zur Beifahrerseite und versuchst die Tür mit Gewalt zu öffnen, doch keine Chance. Verdammt. Ob der Hausmeister in deiner Firma etwas hat, womit man die Tür aufbrechen kann? Oder solltest du dich erst mal um den Taxifahrer kümmern?

(24.05.2015, 726 Wörter. Die lange Pause seit dem letzten Teil war natürlich von Anfang an geplant und hat nichts damit zu tun, dass ich diese Geschichte vergessen hätte, neinnein… *hüstel*

Gleiches Spiel wie jedes Mal: Stimmt einfach mit dem Abstimmungs-Tool ab, wie es weitergehen soll. Nach ein paar Wochen schließe ich die Abstimmung und schreibe die Fortsetzung entsprechend eurer Auswahl.

EDIT: Danke fürs Mitmachen! Hier ist der nächste und letzte Teil.)

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