Urlaub!

Ich habe vor einer Weile mal einen Blick in die Liste meiner Blogbeiträge geworfen. Ich habe ihn vor über zwei Jahren erstellt und seitdem über hundertzwanzig Einträge veröffentlicht; insgesamt neunzig Geschichten, Gedichte und Essays (die beiden Zahlen liegen so weit auseinander, weil ich ein paar längere Geschichten auf mehrere Beiträge aufgeteilt habe).

Gar nicht so schlecht.

Wenn ich die Texte selber anschaue, bin ich mit manchen zufrieden, mit anderen weniger, aber bei allen (außer den paar Einzelfällen, in denen ich ältere Texte hochgeladen habe) bin ich zumindest zufrieden damit, dass ich es geschafft habe, mich in der jeweiligen Woche aufzuraffen und etwas zu schreiben. Das war schließlich das erste Ziel dieses Blogs: dass ich regelmäßig schreibe. Und das schaffe ich jetzt auch schon seit über zwei Jahren.

Wieder: Gar nicht so schlecht.

Und dann schaue ich natürlich auch das Feedback an, das ich in dieser Zeit so bekommen habe. Tausende von Seitenaufrufen, Hunderte von Likes und Kommentaren, über hundert Follower – und ich freue mich über jeden einzelnen. An euch alle: Vielen Dank, dass ihr meinem komischen kleinen Blog eure Zeit schenkt! Vielen Dank für euer Interesse und euer Feedback! Ich weiß nicht, ob ich es ohne euch über zwei Jahre lang durchgehalten hätte. Und ich hoffe, dass ich es noch eine ganze Weile länger durchhalte, mit eurer Unterstützung.

Ich muss aber auch zugeben, dass es mir in manchen Wochen schwerfällt, etwas zu schreiben. Weil ich müde bin, gestresst, uninspiriert… Manchmal wollen die Worte einfach nicht kommen. Und in letzter Zeit geht es mir öfter so. Immer wieder sitze ich am Sonntagabend vor dem Laptop und ringe mir einen weiteren Text ab. Immer wieder sitze ich vor einem leeren Dokument und habe keine Idee, worüber ich schreiben könnte, nicht die geringste. Ich fürchte, mein Liebster kann den Satz „Worüber soll ich diese Woche schreiben?“ inzwischen nicht mehr hören.

Fünfhundert Wörter sind auch, wie ich gemerkt habe, ganz schön viel. Manchmal fließt es nur so, aber manchmal sitze ich verdammt lang daran. Ich denke, an sich ist das eine ganz gute Länge, aber in den letzten Wochen war mein Kopf häufig einfach nur leer.

Ich glaube, ich brauche einfach Urlaub.

So einen richtig schönen, entspannten Nichtstu-Urlaub, in dem ich keine Verpflichtungen habe, keine Termine, keine Aufgaben; in dem ich erst aufstehe, wenn ich von alleine aufwache, und nicht ins Bett gehe, bevor ich müde werde. In dem ich über nichts nachdenken muss, nichts planen, nichts erledigen.

Wie es sich trifft, habe ich seit dieser Woche auch Urlaub! Zwei Wochen sogar, bis Ende November. Ich freue mich seit Ewigkeiten darauf, und ich merke schon jetzt, wie gut er mir tut.

Das heißt allerdings auch, dass ich mir in dieser Zeit keine eigenen Verpflichtungen auferlegen möchte. Ich werde nicht ins Internet gehen, keine Termine machen, mir nichts vornehmen als mich zu entspannen. Ich werde auch keinen Blogpost schreiben. Keine fünfhundert Wörter. Vielleicht fünf, sechs Wörter, wenn mich die Inspiration überkommt und ich mir nicht anders zu helfen weiß, als sie niederzuschreiben. Aber auf den regulären Blogpost müsst ihr diese Woche verzichten.

Tut mir leid. Diese Woche wird es nur diesen Text geben, der magere…

…oh, ich habe doch fünfhundert geschafft? Na, dann kann ich ja ganz entspannt wegfahren!

 

(17.11.2015, 535 Wörter. Bis nächste Woche! Da gibt es wieder 500 Wörter. Versprochen!)

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6 Kommentare

  1. Manchmal braucht es einfach eine Auszeit, ich denke, das kennen alle (Blogger/innen). Ich wünsche Dir eine fröhliche, angenehme (und inspirierende) Zeit mit viel Erholung. Das Blog läuft nicht weg, keine Sorge. :-) Liebe Grüße von Nebenan.

    1. Ja, Auszeiten sind wichtig. Ich hoffe, du hast sie genossen!

      1. Habe ich, vielen Dank :-)

  2. Gut gelöst. :-)

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